Ihr Netzwerk für psychische Gesundheit

Direkte Hilfe unter 02 08 - 824 75 0

SPKoM für die MEO-Region

P1010550

Projekt Migration

SPKoM

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shabnam

Shabnam Shariatpanahi, intego Oberhausen

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Mitarbeiter der SPKoM sind jeweils in einer bestimmten Region des Rheinlandes tätig. Somit ist mittlerweile ein Netzwerk aus Kooperationen (gemeindepsychiatrische Einrichtungen, Sozialpsychiatrische Zentren) entstanden, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, psychisch kranken Menschen mit Migrationshintergrund den Zugang zu gemeindepsychiatrischen Hilfen zu ermöglichen und sie über Angebote in ihrer Nähe zu informieren. Der LVR fördert derzeit 7 Sozialpsychiatrische Kompetenzzentren für Migration im Rheinland. Seit dem 01.01.2017 ist auch das SPKoM Mittleres Rheinland (Düsseldorf, Rhein-Kreis-Neuss, Mönchengladbach, Kreis Viersen und Kreis Heinsberg) vertreten.

Das SPKoM für die MEO-Region (Mülheim a. d. R., Essen, Oberhausen) hat am 01. Juli 2016 seine Arbeit aufgenommen.
Als Ansprechpartner dieser Region stehen Ihnen Frau Shabnam Shariatpanahi (intego Oberhausen),
0176 1824 75 46 und Herr Marc Sustorf-Jagalski, 0176 174 07 778 zur Verfügung.
Mail: spkom@sonii.de
Internet: www.sonii.de

„Es gibt mittlerweile viele Angebote für psychisch kranke Menschen, allerdings sind erkrankte Menschen mit Migrationshintergrund, speziell auch Flüchtlinge, die häufig traumatische Erlebnisse hinter sich haben, eher wenig berücksichtigt worden“, konstatiert Diplom Pädagogin Shabnam Shariatpanahi, Mitarbeiterin des intego-Projektteams Migration. Daher sei die Arbeit des SPKoM so wichtig, gerade in der heutigen Zeit, in Anbetracht des Weltgeschehens, bzw. bezüglich der hiesigen Asyl- sowie Flüchtlingspolitik und die Reaktionen der Menschen darauf. Leider gibt es immer noch zahlreiche Vorurteile im Hinblick auf psychisch Kranke per se, d.h. viele Betroffene werden stereotypisiert und stigmatisiert. Sie werden ausgegrenzt, weil sie beispielsweise auffällig geworden sind und nicht als ausreichend „gesellschaftsfähig“ betrachtet werden. Diese Vorurteile findet man überall auf der Welt, kulturübergreifend. Wenn nun auch noch Einzelne einer sozialen Randgruppe, bzw. ethnischen, religiösen oder kulturelle Minderheit psychisch auffällig werden, dann scheint oftmals die mehrheitliche Toleranz und Akzeptanz gegenüber solcher Minderheiten noch geringer zu sein. Auch die Leidtragenden selbst sind häufig verunsichert, schämen sich, wissen nicht an wen sie sich wenden können: „Sprachliche Barrieren, allgemeine Wissenslücken bezüglich der örtlichen Angebote, kulturelle Unterschiede, fehlende Krankeitseinsicht und die Tabuisierung psychischer Probleme führen oft dazu, dass psychisch Kranke mit Migrationshintergrund vorhandene Unterstützungsmöglichkeiten entweder nicht kennen, oder einfach nicht für sich nutzen“, sagt Shariatpanahi. Ziel sei es, sowohl die Betroffenen (Klienten) selbst, Migrantenvereine, religiöse Einrichtungen, z.B. auch Schulen sowie Kindergärten zu kontaktieren und über vorhandene Netzwerke sowie Hilfsangebote zu informieren und adäquat aufzuklären, damit v.a. bestehende Ressentiments weiter abgebaut werden können. „Auch die unterschiedlichen Einrichtungen wie Sozialpsychiatrische Zentren und Kliniken benötigen Unterstützung in kultursensiblen Fragen, um die Klientel überhaupt zu erreichen und auf Augenhöhe begegnen zu können. Wir helfen da beispielsweise durch Vorträge und Fortbildungen den Mitarbeitern oder dem Klinikpersonal“, erklärt die Diplom Pädagogin – sie spricht außer deutsch zudem kurdisch, persisch, afghanisch, arabisch und englisch. Somit solle erreicht werden, dass die zwischenmenschliche sowie fachliche Zugänglichkeit für Menschen mit Migrationshintergrund in das bereits existente Versorgungssystem der Gemeindepsychiatrien erleichtert, bzw. optimiert wird.